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Kunst im öffentlichen Raum: BISS bespielt den Wittelsbacherplatz

Wer kennt BISS nicht? Die Münchner Straßenzeitung für ‚Bürger in sozialen Schwierigkeiten‘ wird seit 25 Jahren in ganz München verkauft. Zum Jubiläum hat sich der Verein ein Kunstwerk mit Kulturprogramm auf dem Wittelsbacherplatz gegönnt.   

Kunst im öffentlichen Raum: #withyouwhatever
#withyouwhatever

Bis 13. Oktober 2018 wird dieses Kunstwerk von Studio Morison die Statue von Herzog und Kurfürst Maximilian von Bayern einhüllen. 1839 ließ König Ludwig I. dieses Reiterdenkmal vom dänischen Bildhauer Bertel Thorvaldsen errichten. Nicht ohne Grund und mit dem Motto ‚I will be with you, whatever‘ hat die Straßenzeitung BISS zum 25. Jubiläum diesen Platz gewählt. Denn der Herzog verzichtete auf ein pompöses Begräbnis und ordnete an, dass das Geld für seine Beerdigung den Ärmsten der Stadt München zur Verfügung gestellt werden solle. Eine tolle Info, welche das englische Designerstudio bei ihren Recherchen ausgegraben hatte, welcher Münchner Platz wohl der beste für den Kunstpavillon wäre.

Bis Oktober 2018 auf dem Wittelsbacherplatz

Mit einem Kulturprogramm will der Verein auf die Obdachlosen in München aufmerksam machen, denn diese verkaufen die Zeitung tagtäglich in der ganzen Stadt. Der Hashtag #withyouwhatever steht symbolisch für genau diese Menschen. ‚Egal was passiert, ich werde zu Dir stehen!‘ BISS ist natürlich auch ein Unternehmen, welches sich solch ein Kunstwerk leisten kann. 2014 schrieb die SZ von Jahres-Einnahmen von knapp 2,3 Millionen Euro. Das britische Künstlerduo Ivan Morison und Heather Peak von Studio Morison designten den Pavillon, der die Reiter-Skulptur von allen Seiten umgibt. Die Geschichte des Reiters passte perfekt als Schauplatz für das Jubiläum der Zeitschrift BISS.

1.400 Bauteile wurden für das zwölf Tonnen schwere Kunstwerk vom Pfaffenhausener Bauunternehmen Xaver Lutzenberger verbaut. Im Oktober wird der Pavillon wieder abgebaut. Eine Hürde gab es vor Monaten noch zu nehmen: Das Kunstwerk musste das Staatliche Bauamt genehmigen, immerhin gehört der Platz dem Freistaat. Diese gaben letztendlich das grüne Licht für das Jubiläumsobjekt der Straßenzeitung.

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