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Münchner Rid Stiftung fördert Stadtmarketingpreis für Bayern

Die Günther Rid Stiftung für den bayerischen Einzelhandel fördert seit vielen Jahren aktiv das Stadtmarketing in Bayern. Bereits seit 2010 gibt es die Seminarreihe „Know-how-Toolbox Stadtmarketing“. Die Seminarreihe liefert den Akteuren vor Ort die entscheidenden Werkzeuge, erfolgsversprechende Strategien sowie bewährte Beispiele aus der Praxis. Darüber hinaus fördert die Rid Stiftung den seit 2005 unter der Schirmherrschaft der Bayerischen Staatsregierung stattfindenden Stadtmarketingpreis.

Die Rid Stiftung vergab bereits zum neunten Mal den Stadtmarketingpreis.
Die Rid Stiftung vergab bereits zum neunten Mal den Stadtmarketingpreis. Fotocredit: Alexandra Beier

Beim Stadtmarketingpreis geht es um gute Ideen und Inhalte, nicht um Hochglanz-Auftritte. Nach zunächst 42 Anmeldungen schafften 37 Bewerber die erfolgreiche Qualifikation. Diese wurden im Vorentscheid genau unter die Lupe genommen, um dann in der Endrunde 12 Nominierte zu stellen. Am 12. Juli 2018 präsentierten die Nominierten im Festsaal des Bayerischen Wirtschaftsministeriums in München ihre Projekte. In den vier Kategorien wurde jeweils ein Gewinner ausgewählt, zusätzlich wurde ein Sonderpreis verliehen.

Michaela Pichlbauer, Vorständin Rid Stiftung. Fotocredit: Schmidel
Michaela Pichlbauer, Vorständin Rid Stiftung. Fotocredit: Jan Schmiedel

„Die Digitalisierung der Wirtschaftsprozesse stellt uns alle vor große Herausforderungen. Gerade für Städte und Gemeinden ist es von zentraler Bedeutung, ihre Attraktivität als lebendiger Wohn- und Einkaufsort zu erhalten und auf ihre Einzigartigkeit aufmerksam zu machen. Die Rid Stiftung unterstützt den bayerischen Stadtmarketingpreis sehr gerne, denn von den eingereichten Projekten gehen in jedem Jahr tolle, innovative und nachahmenswerte Impulse aus.“

Michaela Pichlbauer, Vorständin Rid Stiftung mit Betten Rid

Die Gewinner-Gemeinden Stadtmarketingpreis 2018

Stadtgröße bis 10.000 Einwohner

Obernburg – Römersommer Obernburg

Aus Obernburg stammen zahlreiche bei archäologischen Grabungen entdeckte Funde aus der Zeit der Römer. Nach einer über ein Jahr andauernden Vorbereitung konnte schließlich vom 17. Juni bis 17. September 2017 das Projekt „Römersommer Obernburg – Geschichte erleben“ verwirklicht werden. Ermöglicht wurde dies durch das Mitwirken zahlreicher Akteure von Bürgern über Schulen und der lokalen Wirtschaft bis hin zu den initiierenden Vereinen Förderkreis Mainlimes-Museum und Stadtmarketing Obernburg.

Zum Programm gehörten neben Erlebnisausstellungen mit museumspädagogischen Führungen auch die Durchführung eines römischen Gastmahls, der Mainlimes Markt und ein Kohortenlager. Außerdem konnten 15 Personen zu Stadtführern ausgebildet werden, welche Besuchern römische Führungen anboten.

Stadtgröße 10.‐15.000 Einwohner

Murnau – Innovationsquartier Murnau

Nach zehn Jahren Leerstand konnte das Gemeindekrankenhaus des Marktes Murnau, welches das Ortsbild sehr prägt, im Mai 2017 wiedereröffnet werden. Die Umsetzung wurde im Entwicklungsprozess durch eine breite Bürger- und Unternehmerbeteiligung verwirklicht. In dem neuen Innovationsquartier Murnau finden sich nun unter anderem Büros, Co-Working-Bereiche, ein Inkubator und ein Makerspace. Damit sollen die Kultur- und Kreativwirtschaft gestärkt und der durch die Branchen Tourismus und Gesundheit geprägte Wirtschaftsstandort neu positioniert werden.

Während des ersten Jahres konnten zahlreiche neue Arbeits- und Praktikumsplätze geschaffen und neue Unternehmen angesiedelt werden. Die Gründung von Einzelhandels-Startups ermöglichte es zudem, Leerstandsflächen im Zentrum zu füllen.

Stadtgröße 15. – 40.000 Einwohner

Donauwörth DONwud – viele Kulturen – ein Fest

Donauwörth ist eine multikulturelle Stadt. In Folge der Internationalität steht die Thematik Weltoffenheit im Fokus der Stadt. Als Ergänzung zum etablierten romantischen Weihnachtsmarkt am 3. Adventswochenende fand im Zeitraum vom 30.11. zum 10.12.2017 das „DONwud – viele Kulturen – ein Fest“ statt. Rund 40 Künstlergruppen mit über 300 Beteiligten aus knapp 30 Nationen trugen zu einem abwechslungsreichen Programm bei. Durch das Projekt setzte sich Donauwörth gekonnt von den traditionellen Weihnachtsmärkten in Bayern ab.

Stadtgröße über 40.000 Einwohner

Coburg – ChristmasTree for the Queen

Die enge Verbindung der Stadt Coburg zum englischen Königshaus geht bereits auf das 19. Jahrhundert zurück. Den Beginn des (nominierten) Projekts stellte die Weihnachtsrede der Queen aus dem Jahr 2015 dar. Diese wurde als Anlass genommen, den Weihnachtsbaum nach Windsor Castle zu liefern. Zahlreiche Projektpartner ermöglichten es, individuelle Weihnachtskugeln sowie die entsprechende Baumbeleuchtungherzustellen.

Für den aufwendigen Transport des Baumes nach England fertigte Mercedes-Benz einen LKW mit einzigartiger Gestaltung der äußeren Plane an, welche verkündete, dass es sich um eine Expresslieferung für die Queen handelte. Projektflankierend gab es diverse Aktionen in Coburg, wie z.B. die aufwendige, sehr öffentlichkeitswirksame Baumauswahl und Fällung.

Sonderpreis

Deggendorf – Gründung und Etablierung einer Stadtmarketingorganisation

In den letzten Jahren wurde in Deggendorf zunehmend der Wunsch nach klaren Strukturen und gemeinsamen Zielen geäußert. Nach einer knapp zwei Jahre andauernden Vorbereitung gingen im November 2016 schließlich die ersten beiden Arbeitskreise in das Stadtmarketing Deggendorf e.V. über. In Folge dessen wurden die Organisation und Abwicklung von Veranstaltungen und Projekten entscheidend erleichtert. Nach einer Auftaktveranstaltung mit über 120 Teilnehmern, wächst der Verein stetig an.

Coburg Deggendorf Murnau Obernburg Rid Stiftung Seminarreihe Stadtmarketing Stadtmarketingpreis Bayern
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